Die Musikalische Aufführungskunst und ihre neuen kontextualen und gesellschaftlichen Perspektiven (Quadrivium)

Forschungsfelder

1. In den Regionen Kärntens

  • Public Awareness, Audience-Building, re-engaging of audience: Die Herausforderung der Publikumsbindung als einen kreativen Ansporn des Überdenkens der musikalischen Sprache und der Aufführungskontexte; die Unterstützung der Bereitschaft des Publikums durch kommerzielle Strukturen (Medien); Einbindung von kulturellen Bürgern und Führungspersonen der Gesellschaft (=Schwerpunktprofil der Professur für Angewandte Musikwissenschaft)
  • Der Einfluss gewachsener musikalisch-künstlerischer Traditionen auf die Entwicklung der damit verbundenen Kunst- und Aufführungsformen
  • Die Erforschung der Aufführungskunst in Hinblick auf neue, mögliche künstlerische Kontexte
  • Entwicklung und Darstellung von innovativen künstlerischen Kontexten und deren praktischer Realisierung in Verschränkung mit der Veranstaltungsentwicklung des Konzerthauses
  • Entwicklung von Navigationshilfen in komplexen kulturellen Landschaften
  • Die Bewusstseinsförderung für Außenwelten eines Musikers/einer Musikerin
  • Die Schaffung eines ganz anderen Arbeitsplatzes für Musiker/Musikerinnen
  • Kunst und Portfoliokarrieren
  • Das Spannungsfeld von Kunst und Musikindustrie
  • Die Auslotung der Grenzen von musikalischen Kunstformen
  • Die Problematik der Marginalisierung von Kunst und ihrer Finanzierung
  • Die Kunst im Dialog mit dem Alltag
  • Die Konfrontation mit konstruktiver Verwirrung
  • Neue Repertoire-Präsentation
  • Das neue Weiterbildungskonzept für Musiker/Musikerinnen in einer volatilen Welt

2. Von Stimme und Sprache

  • Darstellung und Entwicklung neuer künstlerischer Perspektiven in der stilüberschreitenden Verschränkung von Literatur und Musik, Lyrik und Lied, Stimme und Sprache
  • Dokumentation und musikwissenschaftliche Aufarbeitung von Produktionen, deren Notenmaterial und Werkbeschreibungen
  • Musik als Klangrede (Vgl. N. Harnoncourt in Praxis und Publikation) und die musikalische Rhetorik in der Interpretationswissenschaft

3. Vom inneren Hören, über das Schreiben, zum Musizieren

  • Erforschung des vertikalen und horizontalen inneren Hörens als Grundlage für den musikalisch-künstlerischen Entwicklungsprozess
  • Transfer des Vorangegangenen in die Lehre in Form konkreter Konzepte und Lehrveranstaltungen
  • Schließung der Lücken zwischen innerem Hören und Schreiben
  • Die ganzheitliche Kombination von Musiktheorie, Musikanalyse, Musikwissenschaft und Praxis
  • Die Genres von Volksmusik, Jazz, Improvisation, Komposition

4. Von autonomer und angewandter Komposition

  • Dokumentation der musikalischen Entwicklungen in gegenseitiger praktischer und theoretischer Beeinflussung der Musikstile in den Regionen
  • Nachlass-Analyse, Systematisierung und Dokumentation der Werkbestände einheimischer Komponisten und Autonomisierung des künstlerisch-kompositorischen Einflusses Kärntens
  • Erforschung der künstlerisch-kompositorischen Voraussetzungen und der Wirkung und Rezeption im Bereich Medienkunst, Filmkunst, Arrangement- bzw. Bearbeitungskunst
  • Das Schularrangement und die Schulkomposition in seinen praktischen, theoretischen und ästhetischen Dimensionen
  • Innovative Konzepte für Komposition und Arrangement in den traditionellen Genres Blasmusik, Chor- Vokalmusik, Jazz, zeitgenössische Musik