Interdisziplinäre Musikpädagogik

Die berufliche Realität von Instrumental(Gesangs)pädagogInnen erfordert immer stärker ein musikpädagogisches „Patchwork-Profil“. Durch gesellschaftliche Veränderungen bilden sich für Instrumental(Gesangs)pädagogInnen zahlreiche interdisziplinäre Tätigkeitsfelder heraus, welche in drei Ebenen geordnet werden können:

a. institutionell

Allgemeinbildende Schule, Musikschule, Privatschule, kulturelle Einrichtungen, Erwachsenenbildung

b. fachlich

Instrumentalspiel, Gesang, Stimme und Sprache, Bewegung und Tanz, Komposition, kunstspartenüberschreite Bereiche

c. organisatorisch

Einzelunterricht, Privatunterricht, Kombiunterricht, Gruppenunterricht, Klassenunterricht

In der Verbindung dieser Ebenen und der geforderten zunehmenden Diversität des musikpädagogischen Wirkens liegt das Wesen der musikpädagogischen Interdisziplinarität der Gustav Mahler Privatuniversität für Musik (GMPU). Sie soll Wissensbestände in Hinblick auf die musikalische Praxis forschend erweitern und diese dem sich immer schneller veränderten Berufsfeld der Musiklehrerin/des Musiklehrers verfügbar machen.

Im Bereich der Elementaren Musikpädagogik (EMP) sollen neue, zeitgemäße und praxisbezogene Wege von Unterrichts- und Ausdrucksformen in Musik, Sprache und Bewegung (für Frühförderung, Kindergarten und musikalische Erwachsenen- und Seniorenförderung) erforscht werden. Im Forschungszweig der EMP verbinden sich auch musikalische mit persönlichkeitsbildenden Zielsetzungen. Dieses mehrdimensionale Bildungsmoment der EMP öffnet zudem hervorragende Möglichkeiten für einen musikpraktischen und künstlerischen Wissenstransfer der GMPU in die Gesellschaft. Diesen gilt es insgesamt und besonders durch die EMP zu vertiefen und zu erweitern.

Auch im Bereich der Schulkomposition soll durch den Studiengang der Angewandten Satztechnik ein Akzent im Sinne der interdisziplinären Musikpädagogik gesetzt werden.