Studierende stellen Privatuniversitäten ein sehr gutes Zeugnis aus

03.07.2020

Wie wird das Angebot der Studieninhalte angenommen, wie hoch ist der Anteil und das Ausmaß an Erwerbstätigkeit neben dem Studium, wie ergeht es Studierenden mit Kindern und welche anderen sozialrelevanten Themen beschäftigen Studierende in Österreich? Diesen Fragen geht der Bericht zur sozialen Lage der Studierenden nach. Österreichweit waren rund 325.000 Studierende aller Hochschulsektoren eingeladen, an der Erhebung teilzunehmen, 48.000 haben schließlich ein Votum abgegeben. Studierende der heimischen Privatuniversitäten konnten sich bereits zum zweiten Mal mit ihrer Stimme einbringen. Karl Wöber, der Präsident der Österreichischen Privatuniversitätenkonferenz ÖPUK zeigt sich erfreut über die Ergebnisse. „Die Bewertung der Qualität der Lehre ist im Vergleich zu anderen Sektoren außergewöhnlich gut und auch die Weiterempfehlungsrate liegt deutlich über dem Niveau der staatlich finanzierten Universitäten. Besonders freut uns aber, wie hoch uns die Studierenden hinsichtlich der Unterstützung bei der Organisation ihres Studiums bewerten. In dieser Frage liegen wir fast 20 Prozentpunkte vor den staatlichen Universitäten. Die Investitionen in Qualität und die Angebotsbreite machen sich nun bezahlt. Wir sehen das auch an den Anmeldezahlen, die, trotz der Corona-Krise, bei den meisten Privatuniversitäten wieder einen zweistelligen Zuwachs an Studierenden im kommenden Studienjahr erwarten lassen.“

Effizientes Studium mit rascher Einbindung in den Arbeitsmarkt Die Umfrageergebnisse zeigen, dass Studierende an Privatuniversitäten im Verhältnis zu staatlichen Universitäten zwar mehr Zeit für ihr Studium aufbringen müssen, zugleich aber die Studierbarkeit höher bewertet wird. Karl Wöber findet folgende Erklärung: „An Privatuniversitäten wird intensiver und fokussierter studiert. Das Ergebnis sind kürzere Studienzeiten, ein insgesamt effizienteres Studium und eine raschere Einbindung in den Arbeitsmarkt.“ Studierende an Privatuniversitäten bewerten ihre Lehrenden außerdem besonders häufig positiv. Hinzu kommt, dass die Privatuniversitäten in stark nachgefragten Fächern wie Medizin, Zahnmedizin, Psychologie, Musik und Wirtschaft mittlerweile schon einen bedeutenden Anteil der nationalen Studienplätzen stellen, was die Studierenden sehr positiv bewerten. Der ÖPUK-Präsident dazu: „Wir nehmen an, dass die Anzahl der Studierenden an Privatuniversitäten auch in den nächsten Jahren weiter wachsen wird. Das ist gut so, denn laut einer aktuellen OECD-Studie hat Österreich im Ländervergleich zwar überdurchschnittlich hohe Ausgaben im Bereich Lehre und Forschung, rangiert zugleich aber unter den Ländern mit dem geringsten Privatfinanzierungsanteil im Hochschulbereich. Hier gibt es in Zukunft noch einiges aufzuholen.“

Die gesamte Studie ist zum Download verfügbar: www.sozialerhebung.at

Rückfragehinweis: Mag. Christina Badelt, ÖPUK-Pressearbeit Tel.: 0650 55 69 353 E-Mail: presse@oepuk.ac.at WEB: www.oepuk.ac.at


Newsletter "Weekly", 10. Ausgabe

26.06.2020

Im zehnten Weekly informieren wir Sie über die Finalprüfungen, die Notenfrist und die ÖPUK-Klausur, die Mitte Juni in Wien stattfand.


Newsletter "Weekly", 9. Ausgabe

19.06.2020

Im neunten Weekly informieren wir Sie über die Aufnahmeprüfungen für das ECM, die Konstituierung der Studienkommissionen und die Implementierung von Moodle.


Newsletter "Weekly", 8. Ausgabe

05.06.2020

In der achten Ausgabe informieren wir über

  • die Universitätsratssitzung
  • das Online-Konzert der Studienvertretung
  • Sanierungsarbeiten.

Der nächste Weekly erscheint erst wieder am Freitag, den 19. Juni 2020.


Privatuniversitäten fordern klare Regelung geplanter Privathochschulen im neuen Bundesgesetz

05.06.2020

Ein neues Bundesgesetz soll die Einrichtung von Privathochschulen als Vorstufe von Privatuniversitäten ermöglichen. Die Österreichische Privatuniversitätenkonferenz (ÖPUK), der Verband aller 16 heimischen Privatuniversitäten, anerkennt die Bemühung, eine Lücke im österreichischen Hochschulraum zu schließen – bislang gibt es keine privat finanzierten ordentlichen Studien an Fachhochschulen. Als wissenschaftspolitsch bedenklich ist jedoch das Vorhaben einzuschätzen, im selben Zuge die Gründung von Privatuniversitäten nur noch über den Umweg von Privathochschulen zuzulassen. Das vorliegende Gesetz würde das Gefüge des österreichischen Hochschulraum massiv erschüttern, erklärt ÖPUK-Präsident Karl Wöber: „Wir kritisieren die fehlende Differenzierung zwischen Privathochschule und -universität in dem vorliegenden Entwurf. Der Gesetzgeber verabsäumt es, Rahmenbedingungen zu schaffen, sodass sich vorhandene und zukünftigen Institutionen als Privathochschule oder Privatuniversität positionieren und erfolgreich entwickeln können.“ Hochschulen in Österreich – damit sind derzeit Fachhochschulen und Pädagogische Hochschulen gemeint – haben ihren Fokus auf eine qualitätsvolle Berufsausbildung gerichtet. Staatliche Universitäten und Privatuniversitäten hingegen leisten wesentliche Beiträge zur erkenntnis­orientierten Grundlagenforschung, zur Erschließung und Vermittlung der Künste sowie zur strategischen Wissensentwicklung einer Gesellschaft. Laut Karl Wöber ist unklar, wie sich der neue Hochschultypus positionieren soll: „Wie stellt sich der Gesetzgeber das Profil einer zukünftigen Privathochschule vor? Welche Ziele machen den neuen Typus vom bisher im Privatuniversitätengesetz (PUG) geregelten Angebot unterscheidbar? Der vorliegende Vorschlag für ein neues Privathochschulgesetz zeigt keine Linie, welches Profil eine Privathochschule haben soll, die weder Fachhochschule noch Privatuniversität ist, aber die gemäß Universitätsgesetz akademische Grade vergeben darf.

Aufgrund der fehlenden Konkretisierung der Unterscheidung zwischen Privathochschule und Privatuniversitäten kursieren bereits Gerüchte, dass es sich beim neuen Hochschultypus in Wirklichkeit um eine ‚Privatuniversität light‘ handeln würde. Die ÖPUK empfiehlt daher die gesetzliche Regelung von Privathochschulen und Privatuniversitäten stärker zu differenzieren. Wenn der Gesetzgeber Privathochschulen ermöglichen möchte, so besteht keine Veranlassung, in das bestehende Privatuniversitätengesetz einzugreifen. Es bedarf lediglich der Klarstellung, dass Privathochschulen das Angebot an staatlich finanzierte (Fach-)Hochschulen in Österreich ergänzen können.

Rückfragehinweis: Mag. Christina Badelt, ÖPUK-Pressearbeit Tel.: 0650 55 69 353 E-Mail: presse@oepuk.ac.at www.oepuk.ac.at