Gustav Mahler Privatuniversität für Musik feierlich eröffnet

25.11.2019

Mit einem feierlichen Festakt wurde am Freitag, den 22. November 2019, die neue Gustav Mahler Privatuniversität für Musik offiziell eröffnet. Die Festreden des Bundespräsidenten, des Kärntner Landeshauptmannes, des Vertreters der Bildungsministerin, der Rektorin der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien sowie des Rektors der Gustav Mahler Privatuniversität für Musik wurden von einem beeindruckenden musikalischen Programm umrahmt. Über 500 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft wohnten der Feier im Großen Saal des Klagenfurter Konzerthauses bei.

Bundespräsident Van der Bellen: Kärnten kann stolz auf seine neue Universität sein Bundespräsident Alexander Van der Bellen gratulierte in seiner Videobotschaft dem Land Kärnten zu seiner neuen akademischen Ausbildungsstätte: „Kärnten kann darauf stolz sein, musikbegeisterten jungen Menschen solche Zukunftsperspektiven anzubieten“. Aus Sicht des Staatsoberhauptes eröffnen sich durch die Gustav Mahler Privatuniversität für Musik der Jugend zahlreiche Chancen. Dazu zählten für Alexander Van der Bellen „die intensive und umfangreiche Vorbereitung auf die globalisierte Kulturwelt des 21. Jahrhunderts, die Erweiterung der beruflichen Möglichkeiten, durch eine Ausbildung auf hohem Niveau oder das Kennenlernen von nationalen und internationalen Kooperationen in Kunst und Wissenschaft.“

Rektor Streiner: Neue Privatuniversität mit fast 200 Jahren Tradition Der Rektor der Gustav Mahler Privatuniversität für Musik, Mag. Roland Streiner, verwies in seiner Ansprache auf die historischen Wurzeln der künstlerisch-musikalischen Ausbildung in Kärnten, die mit der Gründung des Kärntner Musikvereins 1828 bzw. 1874 bis weit ins 19. Jahrhundert zurückreichten. „Die Musikvereine waren als Unterrichts- und Konzertvereine ausgerichtet“, so Streiner. In dieser Tradition stehe auch die neue Privatuniversität: „Unser Selbstverständnis lautet: Lehre zur Förderung der talentierten Jugend, Forschung/Wissenschaft zur Entwicklung und Erschließung der Musik und Entwicklung des Konzertwesens vor Ort und darüber hinaus“.

Kärnten schließt künstlerisch-wissenschaftlich zu Europa auf In die Gegenwart und Zukunft gerichtet gelinge Kärnten mit der Gustav Mahler Privatuniversität der Anschluss an Europa auf künstlerisch-wissenschaftlicher Ebene, so Streiner. Darüber hinaus ergeben sich für den Rektor „unschätzbare positive Effekte für das musikkulturelle Leben in Kärnten und speziell auch für die Stadt Klagenfurt als Bildungsstandort.“ Vor allem aber sei die Gustav Mahler Privatuniversität für Musik ein Ort zur Förderung der Jugend: „Ich wünsche der talentierten Jugend des Landes Freude und Fortschritt in der Musik. Es ist eure Universität“, betonte Streiner abschließend

LH Kaiser: Freudesworte statt Festrede Kulturreferent Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser betonte, dass er keine Festrede halten werde, sondern Freudesworte von ihm zu hören sein werden. „Der heutige Tag ist ein großer Tag für Kärnten und Klagenfurt. Er ist gleichzeitig ein Wimpernschlag im Bereich der tertiären Bildung, der Universitätsgeschichte und somit auch ein historischer Augenblick“, so Kaiser.

Der musikalische Auftakt des Festaktes, mit Verdis Ouvertüre „Die Macht des Schicksals“, passt für den Landeshauptmann auch zum gesamten Akkreditierungsprozess der neuen Musik-Privatuniversität. „Die gestrenge Akkreditierung der Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria (AQ) war für mich, das Land und die Univerantwortlichen ein arbeits- und zeitintensiver Gewaltakt, der herausfordernd und nicht immer leicht war. Wir haben es dennoch geschafft, und nun haben wir diese Universität, die sich Privatuniversität nennen darf“, stellte er fest.

Privatuniversität ist keine amerikanische "public school" Der Landeshauptmann thematisierte unter anderem auch den Begriff „Privatuniversität“: „Genauso wie im anglo-amerikanischen Raum „public schools“ keine öffentlichen Schulen in unserem Sinn sind, sondern teure Privatschulen, ist eine Privatuni nach österreichischem Universtitätsgesetz (UG) eben keine „public school“ nach englischem oder US-Muster. Die neue Gustav Mahler Privatuniversität ist im Vergleich mit ihren 400 Euro Studiengebühren pro Semester preiswert. Damit soll weiterhin ein sozial gerechter Zugang gewährleistet werden“, hob Kaiser hervor. Im Anschluss an seine Rede überreichte der Landeshauptmann Mag. Roland Streiner das offizielle Dekret zur Bestellung zum Rektor der Gustav Mahler Privatuniversität für Musik.

Akkreditierung als Lernprozess Dr. Wilhelm Brandstätter, der die Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Forschung Dr.in Iris Rauskala vertrat, legte in seinen Grußworten den Fokus auf die Bedeutung der Privatuniversitäten im österreichischen Hochschulwesen. Mittlerweile studieren rund 14.000 an privaten Hochschulen. Es freue ihn, „die Gustav Mahler Privatuniversität im Kreis der Privatuniversitäten begrüßen zu dürfen.“ Das Akkreditierungsverfahren bezeichnete Brandstätter als guten Lernprozess und zeigte sich sehr beeindruckt vom Engagement aller Beteiligten. „Das Land Kärnten hat hervorragende Rahmenbedingungen geschaffen.“

Fanfare für die Gustav Mahler Privatuniversität als musikalisches Geschenk Eine persönliche Überraschung – in Form eines musikalischen Blumenstraußes – überreichte die Rektorin der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw) Mag.a Ulrike Sych. Ein Bläserquintett bestehend aus Studierenden der mdw spielte passend zum Anlass die eigens komponierte „Fanfare für die Gustav Mahler Privatuniversität“. In ihrer Ansprache drückte die Rektorin ihre Freude über die Gründung der neuen Hochschule aus. Sie betonte aber unter anderem auch die gesellschaftspolitische Verantwortung der Universitäten und forderte die Gustav Mahler Privatuniversität für Musik auf, „auch ein Botschafter für Gleichbehandlung, Diversität, Demokratie und gegenseitige Wertschätzung zu sein.“

Musikalisches Rahmenprogramm: Ensemble Minui mit Studierenden der Gustav Mahler Privatuniversität

Fotohinweis: ©karlheinzfessl.com

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