Stephanie SCHOISWOHL , BA BA MA MA

Stephanie Schoiswohl

Nachgestellte(r) Titel: BA BA MA MA

Tätigkeitsbereich: Saxophon

E-Mail: stephanie.schoiswohl@gmpu.ac.at

Fachbereich(e)

Saxophon Klassik

Funktion

Senior Artist für Saxophon

Künstlerisch-Pädagogisches Profil

Stephanie Schoiswohl wurde 1990 geboren und stammt aus Windischgarsten in Oberösterreich. Ihre musikalische Laufbahn begann mit 10 Jahren in der örtlichen Musikschule und im Stiftsgymnasium Admont. Ab 2009 studierte sie klassisches Saxophon an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz bei Gerald Preinfalk und schloss 2015 mit ausgezeichnetem Erfolg ab. 2014 führte sie ein Auslandsstudium an die Académie Supérieure de Musique Strasbourg (Frankreich). In weiterer Folge absolvierte Schoiswohl in Graz das Masterstudium Performance Practice in Contemporary Music mit dem Klangforum Wien, welches sie 2017 mit ausgezeichnetem Erfolg beendete. Es folgten diverse Unterrichtstätigkeiten an österreichischen Musikschulen. Weiters ist Schoiswohl regelmäßig Gast als Dozentin bei Musikseminaren. Von 2015 – 2017 war sie als Senior Lecturer für Nachwuchsförderung Saxophon – Klassik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz tätig. Seit Oktober 2018 leitet Stephanie Schoiswohl am Kärntner Landeskonservatorium bzw. an der Gustav Mahler Privatuniversität die Klasse für klassisches Saxophon.

Stephanie Schoiswohl ist Mitglied diverser Ensembles aller Genres: Mixed Arts Saxofon Quartett (MASQ), Ensemble KUG-SAX-SIPPIA, Grazias Saxophone & Flute Quintet, Eddie Luis und die Gnadenlosen XL und The Perlin Noise Quintet Gastspiele führten sie mit dem Klangforum Wien zu den Salzburger Festspielen, zu Wien Modern und zu weiteren Konzerten auf internationalen und nationalen Bühnen. Weitere Gastspiele absolvierte sie u.a. mit dem Israel Chamber Orchestra, mit dem Orchester „recreation“, mit dem Ensemble Zeitfluss und als Solistin bei diversen Sinfonischen Blasorchestern. Schoiswohl tritt regelmäßig mit kammermusikalischen Ensembles im In- und Ausland auf, für die sie auch als Komponistin tätig ist. Seit 2012 besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Grazer Philharmonischen Orchester.

Stephanie Schoiswohl ist Preisträgerin des „Allegro Vivo Festivals 2010“ und zählt seit 2014 zu den Stipendiaten der PE-Förderungen für Studierende der Musik e.V. in Mannheim. 2015 erhielt sie den Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, ein Staatspreis der für die besten Diplom- und Masterabschlüsse vergeben wird.

Wissenschaftliches Profil

Stephanie Schoiswohl hat im Rahmen ihrer Studienabschlüsse wissenschaftliche und künstlerisch-wissenschaftliche Arbeiten verfasst, die sich vor allem mit zeitgenössischer Musik und deren Spieltechniken auseinandersetzen. So sind drei Arbeiten entstanden, die den Saxophonisten sowie den Komponisten eine Hilfestellung in Hinblick auf zeitgenössische Notation für Saxophon und der analytischen Verständlichkeit ausgewählter Werke sein können.

Die Arbeit „Eine analytische Betrachtung der Entstehung der zeitgenössischen Saxophon-Musik anhand zweier ausgewählter Kompositionen mit Schwerpunkt auf zeitgenössische Spieltechniken“ ist eine umfassende Betrachtung der Notationsentwicklung in einem Vergleich von Edison Denisov und Georges Aperghis. Im Mittelpunkt steht ebenso eine genaue Erklärung zur Notation und Umsetzung von zeitgenössischen Spieltechniken. Die generelle Entstehung des Saxophon-Repertoires wird beleuchtet und eine Auflistung zeitgenössischer Kompositionen verschiedenster Besetzungen ist enthalten. Zusätzlich sind Interviews mit namhaften Musikern und Komponisten enthalten, in denen die Zukunft des Saxophons hinterfragt wird.

Die Arbeit „Sonate pour saxophone alto et violoncelle – Edison Denisov“ ist eine analytische Aufarbeitung der Sonate sowie ein Einblick in das Zusammenwirken der beiden konträren Instrumente. Denisov’s Tonsprache und rhythmische Vielfalt werden durchleuchtet und ergeben ein deutliches Bild einer besonderen Kompositionsweise. Weiters wird die historische Entstehung der Sonate betrachtet. Die Verwendung der zeitgenössischen Spieltechniken bei Streich- und Blasinstrument wird analysiert und es wird zu deren klanglichen Verschmelzung Stellung genommen.

Die Arbeit „Argo für Saxophon solo – Mauricio Sotelo“ ist eine analytische Aufarbeitung des Solostücks in dem vor allem das exakte tiefgründige Zuhören in den Mittelpunkt gerückt wird. Sotelo’s spezielle Kompositionstechniken und seine Kunst der Verbindung von Tradition (Flamenco) und Moderne werden beleuchtet. Die Entstehung des Klangs vom Papier bis hin zur Umsetzung und die Verwobenheit der Komposition bilden die wesentlichen Elemente. Die diversen Umsetzungsmöglichkeiten des Werks für den Musiker werden analysiert und sind graphisch veranschaulicht.